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Exkursion der Abt. Allgemeine Pädagogik zur den historischen Stätten der Reformation und prot. Bildung, 21.-23.03.2011

Auf dieser Exkursion haben wir historische Stätten der Reformation besucht. An den jeweiligen Originalschauplätzen haben wir uns mit den Besonderheiten der jeweiligen historischen Ereignisse und ihren Auswirkungen auf Kultur und Bildung befaßt.

Teilnehmer: Studierende und Lehrende der Allgemeinen Pädagogik

 

1. Schnepfenthal – Salzmann Schule

  • Besuch der von Christian Gotthilf Salzmann 1783 gegründeten Schule, die heute als privates Sprachengymnasium geführt wird;
  • Besichtigung der originalen Stätten einschließlich des ersten „Deutschen Turn- und Gymnastikplatzes“;
  • Führung durch den Schulleiter des Sprachengymnasiums, Erläuterung des schulischen Konzeptes

  

Kommentare der Studierenden:

  • interessant, Turnplatz v. Gutsmuths noch erhalten, spannende Informationen zur Schule
  • durchgängige Existenz der Schule mit erhaltener originaler Bausubstanz
  • hohe Leistung der jetzigen Schüler, gut: Trennung Schule u. Internat
  • 10-jährige Schüler/innen müssen schon in das Internat
  • Schüler lernen ‚exotische’ Sprachen; intensives Lernen in kleinen Klassen

 

2. Weimar

  • Besichtigung Weimars, was leider nur in die Dämmerung hinein möglich war;
  • Weimar steht heute noch im Bann von Goethe und Schiller. Beide haben die deutsche Kultur, insbesondere die Sprache, ungemein geprägt. Goethe hat mit „Wilhelm Meisters Wan-derjahre“ einen Bildungsroman hinterlassen, Schiller mit seinen Briefen „Ueber die aestheti-sche Erziehung des Menschen“ Bereich der ästhetischen Bildung völlig neu erschlossen.

 

Kommentare der Studierenden:

  • unterhaltsame Führung, leider schon etwas dunkel;
  • Interessantes zu Goethe u. Schiller und deren ‚Marotten’;
  • Nationaltheater: Herkunft der „Weimar. Republik“ wurde deutlich

 

3. Wittenberg

  • ein Ort von historischer, kulturgeschichtlicher und pädagogischer Weltgeltung. Die Stadt, von der die Reformation ihren Ausgang nahm, die historische Wirkungsstätte von Luther und Melanchthon, letzterer der „praeceptor germaniae“, der Lehrer Deutschlands.
  • Bilder + Unterschriften

 

Kommentare der Studierenden:

  • kaum zu fassen, welche Wirkungen von diesem Ort ausgingen;
  • interessant, viele Informationen zu Lucas Cranach, Luther, K.v. Bora,
  • Hintergründe zu Luthers Hochzeit (Mönch und Nonne)
  • wichtig die Bedeutung von Melanchthon für das prot. Bildungswesen
  • Bedeutung der Arbeit im Protestantismus – Verbindung zur Salzmannschule

 

4. Halle

  • reich geworden durch die Salzgewinnung;
  • um 1700 mit Christian Wolff und Christian Thomasius die führende Universität in Deutschland, von hier bekam die deutsche Aufklärung entscheidende Impulse;
  • schließlich auch der Wirkungssort von August Hermann Francke

 

Kommentare der Studierenden:

  • viele hist. Gebäude,
  • DDR noch erkennbar; erschreckend die hohe Zahl verfallener Häuser

 

5. Franckesche Stiftungen

  • ebenfalls ein Ort von pädagogischer Weltgeltung: Ausgangsort der pietistischen Pädagogik mit Auswirkungen bis zur Gegenwart;
  • das originale Gebäude ist noch voll erhalten mit vielen ursprünglichen Exponaten.

 

Kommentare der Studierenden:

  • beeindruckend die Qualität der improvisierten Führung
  • tolles Anschauungsmaterial, die Naturalienkammer
  • beeindruckend, wie bekannt die Schule war
  • Person Franckes ist faszinierend; auch die Bedeutung der ökonomischen Rahmenbedingungen, Fr. wirtschaftliches Genie

 

6. Wartburg

  • gleichsam die „deutscheste“ der deutschen Burgen: Konzentrationspunkt deutscher Mytho-logie, Ort der folgenreichen Übersetzung des Neuen Testamentes durch Martin Luther

 

Kommentare der Studierenden:

  • imposantes Gebäude
  • das kurze und intensive Leben der Elisabeth
  • wenn man um die historische Bedeutung von Luthers Bibelübersetzung weiß, wirkt der Raum doch etwas unscheinbar

 

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