Praxis und Lehre im Einklang – 5 Fragen an Daniel Eiseler

Daniel Eiseler leitet seit 2013 das Praktikantenamt und verbindet erfolgreich Hochschul‑ und Schulpraxis. In den 5 Fragen gibt er Einblicke in Aufgaben, Beweggründe, Lernmomente, gewünschte Qualifikationen und Tipps für angehende Ingenieurpädagog:innen.
<Text wird generiert, bitte warten...> Daniel Eiseler
Daniel Eiseler, Leiter des Praktikantenamts, Dozent und abgeordnete Lehrkraft

Im Rahmen unserer fortlaufenden #5Fragen‑Reihe sprechen wir mit Daniel Eiseler. Er erläutert, wie er die Brücke zwischen universitärem Unterricht und schulischer Praxis schlägt und welche Erfahrungen ihn dabei prägen.

Frage 1: Welche Aufgaben und Verantwortungsbereiche übernehmen Sie in unserer Professur?

Seit 2013 bin ich am Institut tätig und leite das Praktikantenamt. Zusätzlich halte ich drei Lehrveranstaltungen: das vorbereitende und das nachbereitende Seminar zum (berufs‑)pädagogischen Berufspraktikum sowie die Berufsbildungspraktischen Studien. Besonders spannend ist die Kombination mit meiner Tätigkeit an einer beruflichen Schule, wo ich junge Erwachsene im Technischen Gymnasium, Berufskolleg und an einer Fachschule für Technik unterrichte.

Frage 2: Was hat Sie ursprünglich dazu bewogen, den Schritt von der Fachpraxis in die Hochschullehre zu wagen?

Nach meinem Maschinenbaustudium in Karlsruhe arbeitete ich zunächst einige Jahre als Konstruktionsingenieur. Dabei stellte ich schnell fest, dass mir der direkte Kontakt zu Menschen fehlte. Deshalb studierte ich Ingenieurpädagogik am KIT (Physik als Zweitfach) und absolvierte den Vorbereitungsdienst – ein Weg, den ich jederzeit wieder gehen würde.

Frage 3: Welche persönlichen Lernmomente haben Sie in Ihrer Leitungsfunktion besonders geprägt, und wie beeinflussen diese Ihre Führung im Praktikantenamt?

Der tägliche Austausch mit jungen Erwachsenen hält mich jung und motiviert. In meiner Leitungsfunktion habe ich gelernt, wie wichtig ein offenes Ohr für die Studierenden ist. Mein Ziel ist es, rasche Rückmeldungen zu Fragen zu Praktikumsanforderungen und -umfang zu geben und meine Beratung darauf auszurichten.

Frage 4: Welche fachlichen und pädagogischen Schlüsselqualifikationen erwarten Sie von Praktikanten, die im Umfeld von Technik‑ und Bildungseinrichtungen eingesetzt werden?

Mir geht es weniger um starre Qualifikationen als um das Mindset. Ich erwarte vor allem Eigeninitiative, Neugier, Offenheit für neue Erfahrungen und Freude am Umgang mit technischen Fragestellungen sowie mit Menschen. Wer diese Eigenschaften mitbringt, profitiert enorm von der Praxisphase.

Frage 5: Welchen Rat geben Sie angehenden Ingenieurpädagog:innen, die ihre berufliche Laufbahn aktiv mit Praktika gestalten wollen, und welche nächsten Schritte empfehlen Sie ihnen?

Ein Praktikum ist die risikofreie Spielwiese zum Ausprobieren – nutzen Sie es, um in verschiedene Bereiche hineinzuschnuppern und proaktiv nach Aufgaben zu fragen. So finden Sie schnell heraus, was Ihnen wirklich liegt und was nicht. Genießen Sie die unterschiedlichen Rollen: Erwachsenenbildung ist genauso spannend wie der Unterrichtsalltag an der Schule.