Gesichter der Ingenieurpädagogik

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5 Fragen an Martin Schwarz

Martin Schwarz gibt Einblicke, wie er vom Auszubildenden zum Berufspädagogen wurde und welche biografischen Momente für ihn bedeutsam waren, wie er Ausgleich durch das Laufen und die Natur findet und wie es zu seiner Monografie „Pädagogik im Betrieb“ kam.

Erfahren Sie, mit welchen Herausforderungen er sich im Rahmen des InnoVET PLUS Verbundprojekts konfrontiert sieht und welche Tipps er Studierenden mitgibt, was das Schreiben von eigenen Texten anbelangt.

1. Welcher Moment in Ihrer Biografie hat den Funken für Ihre Passion für Berufs- und Betriebspädagogik entzündet?

Dr. habil. Martin Schwarz - Akademischer Oberrat, Professor
für Berufspädagogik & Projektleiter InnoVET PLUS

Wenn ich dies rückblickend betrachte, wurde der Grundstein im Kontext bzw. zum Ende meiner damaligen dualen Berufsausbildung gelegt. Für mich war recht schnell klar, dass ich weniger in einen Fachbereich wollte. Vielmehr hatte mich die betriebliche Aus- und Weiterbildung interessiert. So wurde ich zunächst betrieblicher Ausbilder und habe die Ausbildung der Ausbilder – kurz den AdA-Schein – als erste rudimentäre berufspädagogische Qualifikation über die IHK absolviert. Dabei blieb es dann aber nicht…

Später bzw. recht bald habe ich den Betrieb verlassen und Berufs- und Betriebspädagogik grundständig studiert, damals noch als Diplomstudiengang. Es folgten danach berufliche Stationen als Personalentwickler und Projektleiter in einem Beratungsunternehmen für betriebliche Weiterbildung. Promoviert habe ich im Rahmen des Graduiertenkollegs 'Wandlungsprozesse in Industrie und Dienstleistungsberufen' an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Hier wurden meine Interessen bzgl. Berufsforschung, Professionalisierung von pädagogischen Handlungsformen insb. Beratung und Weiterbildungsforschung geweckt. Fast wäre ich zum BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) gegangen, bei welchem ich schon unterschrieben hatte, doch dann kam fast zeitgleich die Möglichkeit in meiner Heimat, an der RPTU Kaiserslautern-Landau, eine akademische Ratsstelle antreten zu dürfen. Dort hatte ich auch später meine Habilitation mit einer Forschungsarbeit zur betrieblichen Weiterbildung abgeschlossen, was den Kreis gewissermaßen schließt. An der RPTU kamen dann auch die Themen Schulpädagogik sowie Lehrerprofessionalität und Schulentwicklung hinzu, welche in der Berufspädagogik den Lernort Schule aufgreifen.

Als ebenfalls einen sehr bedeutsamen Moment erachte ich die Zeit in Saarbrücken. Hier durfte ich drei Jahre beim Aufbau einer Hochschule mitwirken und die Berufspädagogik aufbauen. Für die Zeit war ich von der RPTU beurlaubt. Entscheidend war hier, dass die Studierenden gleichalt bzw. älter als ich waren und als bereits etablierte Lehrkräfte – in Schulen für Gesundheitsfachberufe – eine berufspädagogische Nachqualifizierung benötigten. Hier galt es einerseits dem Lernen Erwachsener gerecht zu werden und andererseits die Standards der Sozial- und Erziehungswissenschaft bzw. der Berufspädagogik als Angebot den Studierenden näherzubringen und ein professionelles Arbeitsbündnis zu gestalten.            

Mein Credo lautet „Wissen was man kann, können was man weiß“. Einerseits gehört zum (eigenen) Wissen unweigerlich das (eigene) Nicht-Wissen, an deren Vergewisserung bzw. Bewusstwerdung man kontinuierlich zu arbeiten hat. Dies hilft einem den Dingen und Gegenständen mit Demut und Neugier zu begegnen. Andererseits betont der Satz die Brücke zwischen theoretischer Erkenntnis und praktischer Fähigkeit, was auch dem Verständnis von Expertise entspricht. Im Nachhinein kann man sagen, dass ich alle Stufen der Berufsbildung durchlaufen habe, was ich persönlich als größte Bereicherung für meine heutige Aufgabe in der Berufspädagogik und am KIT wahrnehme.  
2. Wie kam es zu Ihren wichtigsten Publikationen im Bereich Berufs-/Betriebspädagogik und betrieblicher Weiterbildung? Was war Ihr persönlicher Antrieb, diese Forschung zu betreiben, und welche Tipps haben Sie für Studierende, die ihre ersten wissenschaftlichen Artikel schreiben möchten?
Zur Frage der wichtigsten Publikation, würde ich meines Erachtens natürlich die Monografie im Rahmen des Habilitationsverfahrens zählen. Zur Studie "Pädagogik im Betrieb“ sind im Nachgang bzw. inzwischen auch eine Vielzahl an Einzelartikeln entstanden.
Einerseits werden (Teil Eins) die theoretischen Perspektiven zu Pädagogik im Betrieb analysiert: Diese lassen sich einerseits durch unterschiedliche disziplinäre Zugriffe (bspw. Betriebswirtschaftslehre, Soziologie) und andererseits durch eine Vielfalt an sozial- und erziehungswissenschaftlichen Rekonstruktionen und pädagogischen Legitimationen (etwa durch Erwachsenenbildung, Berufspädagogik, erwachsenenpädagogische Organisationsforschung) charakterisieren. Hierbei werden die Perspektiven der Theoriebildung systematisierend rekonstruiert und auf ihre Brauchbarkeit für eine Gegenstandsbestimmung der Praxis im institutionellen Kontext Betrieb hin geprüft.
Andererseits erfolgt (Teil Zwei) eine für die Gegenstandsbestimmung notwendige empirische Analyse, welche das Erscheinungsbild der Handlungsformen von Pädagogik im Betrieb differenziert offenlegt. Dieses Erscheinungsbild konstituiert sich hochgradig organisationsspezifisch und stellt somit kein monolithisches Gebilde dar. Vielmehr ist die aufgabenspezifische Ausgestaltung Ergebnis komplexer Aushandlungsprozesse beteiligter Akteure im institutionellen Kontext der Organisation. D. h., es wird nicht Prämissen gefolgt, die aus anderen Referenzbereichen entstammen, wie Bildungspolitik, Wissenschaft und Öffentlichkeit, sondern es zeigt sich eine Rekontextualisierung auf mehreren Ebenen in der Logik und den (Handlungs-)Bedingungen der Organisation.
Zur Frage des Antriebs bzw. zur Motivation, lässt sich dies auf ein Missverhältnis und ein erlebtes Unbehagen zurückführen: Betriebliche Weiterbildung/Personalentwicklung bzw. auch Bezeichnungen wie People and Culture Management oder Human Ressource Development ist hoch relevant und stellt einen herausragenden Bereich dar, in welchem gewissermaßen Pädagogik sich Ausdruck verschafft. Auch ist er ein bedeutender Arbeitsmarkt für Pädagogen und Pädagoginnen. Dies belegen eindrücklich Daten aus der Weiterbildungsberichterstattung. Doch dieser Bereich ist gleichsam wenig theoretisch reflektiert und noch weniger empirisch durchdrungen.   
Zur Frage der Tipps: Hier fällt mir ein Satz von Samuel Backet ein: „Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better“. Scheitern gehört dazu und ist Teil des Weges! Kinder, wenn Sie etwas zusammenbauen und erforschen, lernen aus ihrem Scheitern. Das durfte ich oft genug an meinen eigenen Kindern beobachten. Leider ist in unserer Gesellschaft das Scheitern negativ konnotiert und fast schon tabuisiert. Für den Schreibprozess bedeutet dies, es einfach immer wieder (besser) zu versuchen, anstatt sich vom vermeintlichen Misserfolg und der Meinung anderer entmutigen zu lassen.
3. Sie verantworten derzeit ein drittmittelgefördertes Projekt. Könnten Sie kurz erläutern, um welches es sich handelt und worin dessen Kernziel bzw. Inhalt besteht?
Unser Projekt befindet sich im Kontext von InnoVET PLUS, einer zentralen Maßnahme der Exzellenzinitiative Berufliche Bildung des Bundesministeriums für Bildung (BMBFSFJ) mit einem Volumen von rund 60 Mio. Euro. Hierbei werden 28 Projekte über knapp vier Jahre gefördert, welche zum Ziel haben die Transformation zu gestalten, Fachkräfte zu gewinnen und die Berufsbildung zu stärken.
Unser InnoVET PLUS Projekt „Lernfabriken@BeruflicheBildung“ entwickelt und erprobt alternative Betriebsformen (sog. Betreibermodelle) für berufliche Lernfabriken mit konkreten Weiterbildungsangeboten. Bisher werden berufliche Lernfabriken nur von spezifischen berufsbildenden Schulen betrieben, was deren Einsatz im und für den Kontext der Weiterbildung erschwert. Zudem stellt das Projekt die Verknüpfungen mit bestehenden Weiterbildungsplattformen her und etabliert Netzwerke zum Transfer der Angebote der beruflichen Lernfabriken für die Weiterbildung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Des Weiteren wird im Rahmen der Projektlaufzeit ein Hochschulzertifikat „Lernfabriken für die berufliche Bildung“ entwickelt, aufgebaut und getestet. Um unsere Ziele zu verwirklichen, arbeiten wir in einem leistungsstarken Verbund zusammen, zu welchem die TU Hamburg, das ZfW der IHK Heilbronn-Franken, die Nachwuchsstiftung Maschinenbau, die AgenturQ, die RPTU Kaiserslautern-Landau und das KIT zählen. 
4. Welche konkreten Herausforderungen der heutigen Berufsausbildung adressiert Ihr InnoVET PLUS Projekt und welche Lösungsansätze stehen dabei im Fokus?
Eine bzw. die größte Herausforderung in unserem Projekt stellt der Hebel Weiterbildung durch Kooperation dar. Die Weiterbildung avanciert durch bildungspolitische Postulate wie etwa die Nationale Weiterbildungsstrategie (NWS) unweigerlich zu einer Schlüsselvariable für die gesellschaftliche, ökonomische und individuelle Entwicklung. Im InnoVET PLUS Projekt geht es ja u.a. aber ganz wesentlich darum, wie berufliche Lernfabriken für die Weiterbildung erschlossen werden können.
Nun gestaltet sich das Weiterbildungssystem in Deutschland spezifisch. So wurde etwa in einer Studie der OECD, die international und vergleichend Continuing Education and Training untersucht, bemerkt, dass in Deutschland im Vergleich zu anderen OECD-Ländern ein sehr komplexes System der Weiterbildung besteht, welches hinsichtlich Governance-Strukturen der Steuerung, Bereitstellung von Finanzierung und Planung stark von Selbstverantwortung und -organisation, Dezentralisierung, Pluralität der institutionellen Träger und dem Bildungsföderalismus als Spezifikum geprägt ist (vgl. OECD 2021, S. 4).
D.h. einerseits ist dieses Strukturmerkmal eine große Stärke, da das Weiterbildungsangebot auf die unterschiedlichen Anforderungen von Individuen, Organisationen, und regionalen Arbeitsmärkten eingehen kann. Andererseits aber auch eine Schwäche, da es Koordinations- und Kooperationsherausforderungen mit sich bringt. Hiermit geht einher, dass eine Kooperationskultur über verschiedene Interessenslagen und multiplen Handlungslogiken hinweg es zu entwickeln gilt, welche zur Stärkung der Wirksamkeit des Weiterbildungssystems beitragen kann.
5. Welches Hobby oder welche Freizeit‑Aktivität liefert Ihnen den nötigen Ausgleich?
Meine Quelle für Ausgleich und Regeneration ist das Laufen. Gerne allein, aber auch regelmäßig mit einem langjährigen Freund und festen Laufpartner. Laufen ist für mich auch eine Inspiration. Einerseits ermöglicht es mir Loszulassen, andererseits kommen mir beim Laufen oft gute Ideen für meine Arbeit. Hierbei laufe ich ohne Musik. Das Schöne ist, dass man im Winter (aktuell!) den Schnee unter den Schuhen und im Sommer die Vögel singen hört.
Wir sind auch schon mehrmals etwa beim Baden-Marathon und beim Bienwald-Marathon in der Kategorie Halb-Marathon mit berufspädagogischen Läufergruppen, in unterschiedlichen Zusammensetzungen, gestartet.
Sie möchten mehr über die Themen von Herrn Martin Schwarz erfahren? 
 

Viktoria Bergmann: Forschung, Praxis, digitale Bildung

Viktoria Bergmann bringt ihre Leidenschaft für Bildungs‑ und E‑Learning, Forschung & Praxis‑Transfer sowie ihre Alltags‑Survival‑Tipps direkt in die Lernfabriken@BeruflicheBildung ein. Sie gestaltet empirische Studien, entwickelt didaktische Konzepte und sorgt dafür, dass wissenschaftliche Erkenntnisse sofort in die Praxis fließen.

Person mit dunklen Haaren, helle Blazer-Jacke und weißes Oberteil vor Innenraum.
Viktoria Bergmann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin,
Projektmitarbeiterin im InnoVET PLUS-Projekt & Doktorandin
5 Fragen an Viktoria Bergmann

Was haben Sie studiert und was hat Sie ursprünglich dazu gebracht?

Ich habe Bildungswissenschaften studiert und im Master den Schwerpunkt auf eEducation und lebenslanges Lernen gelegt. In meiner folgenden Zeit bei einer Organisationsberatung wurde ich immer wieder mit der Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen konfrontiert – also mit Lernprozessen überall dort, wo technologische Systeme und menschliche Handlungskompetenz aufeinandertreffen. Seitdem fasziniert mich, wie tiefgreifend der digitale und technologische Wandel unsere Arbeitswelt verändert und welche pädagogischen Antworten darauf notwendig sind. Genau diese Verbindung aus technischem Fortschritt, menschlichen Lernprozessen und pädagogischen Fragestellungen hat mich schließlich in die berufliche Bildung geführt.

Was bedeutet das InnoVET Plus-Projekt Lernfabriken@BeruflicheBildung für Sie persönlich, und welche konkreten Aufgaben übernehmen Sie im Rahmen dieses Projekts?

Unser aktuelles InnoVET-Plus-Projekt ist für mich ein einmaliger Experimentierraum, in dem Forschung und Praxis unmittelbar zusammenkommen. Besonders bedeutsam finde ich, dass wir nicht nur über Ideen und Modelle für Innovationen in der beruflichen Bildung nachdenken, sondern diese gemeinsam mit ganz unterschiedlichen Akteuren auch konkret umsetzen und erproben. Wissenschaftliche Ideen finden so ohne Verzögerungen ihren Weg in die Praxis.

Im Projekt arbeite ich sowohl in der wissenschaftlichen Begleitung als auch inhaltlich-operativ: Ich konzipiere und analysiere empirische Erhebungen, unterstütze die Entwicklung didaktischer Konzepte für Lernfabriken und evaluiere das Projekt über den gesamten Zeitraum hinweg. Wichtig ist mir dabei, dass Wissenschaft, Lehre und Praxis kontinuierlich im Austausch bleiben und alle Expertisen und Sichtweisen gleichwertig einbezogen werden – damit Erkenntnisse aus der Praxis schließlich fundiert in die Forschung zurückfließen und dort weitergedacht werden können.

Wie sieht ein typischer Tag als Doktorandin + Projektmitarbeiterin aus – gibt’s einen geheimen Survival Tipp für den Zeit Jonglier Act?

Ein typischer Tag ist bei mir ein bunter Mix aus Abstimmungen im Projekt, dem Erledigen von Forschungsaufgaben, dem Schreiben von Beiträgen für Tagungen und Publikationen sowie der Lehre für die Studierenden unseres Instituts. Zwischen Meetings, Mails und Konzeptpapieren versuche ich dann, konzentrierte Phasen für meine Promotion freizuhalten – was mal besser und mal schlechter gelingt. Mein Survival-Tipp: Echtzeit-Priorisierung. Wenn die Anfragen und Aufgaben schneller reinkommen als die Gedanken, hilft es, kurz stehenzubleiben und sich zu fragen: „Was muss heute wirklich sein?“ Denn ganz ehrlich: Nicht alles muss heute fertig werden. Manches darf auch bis morgen warten. Oder nächste Woche.

Welchen Rat würden Sie Studierenden geben, die jetzt schon in die Forschung oder Projektarbeit ausprobieren wollen?

Ich würde Studierenden raten, die Zeit ihres Studiums zu nutzen, um alles auszuprobieren, was sie interessiert, und herauszufinden, was ihnen liegt. Diese Freiheit zu haben, ist großartig. Gleichzeitig freuen wir Lehrenden uns immer sehr, wenn Studierende auf uns zukommen und nach Möglichkeiten fragen, sich einzubringen. Denn man muss kein Expert:innenwissen mitbringen, um anzufangen. Viel wichtiger sind Offenheit und die Lust, Neues kennenzulernen. Und gerade im Ausprobieren entsteht die Freiheit zu entdecken, was einen begeistert – und was vielleicht weniger. Genau dafür ist die Studienzeit da.

Gibt es ein Hobby oder eine Leidenschaft, die Sie außerhalb der Forschung verfolgen und die Sie in Ihrer Arbeit inspiriert?

Ich muss zugeben, dass freie Zeit in meinem Leben knapp bemessen ist. Deshalb habe ich weniger ein großes Hobby als vielmehr viele kleine Interessen, die sich je nach Jahreszeit und Stimmung abwechseln – ein dynamisches Hobby-Portfolio sozusagen. Inspirierend ist für mich vor allem alles, was mit „Gemeinsamsein“ zu tun hat: Das kann ein Spielplatzbesuch mit der Familie sein oder auch ein Theaterabend mit einer Freundin. Denn gerade im Austausch mit anderen entstehen oft die besten Ideen.

 

Wissen vermitteln, Zukunft gestalten – Spotlight auf Benjamin Keßler

In unserer Interview‑Reihe „5 Fragen an …“ stellen wir erneut einen besonderen Studierenden ins Rampenlicht: Benjamin Keßler, B.Sc.-Student der Ingenieurpädagogik und leidenschaftlicher Mentor für seine Kommiliton*innen. 

Junger braunhaariger Mann mit beigem Kapuzenpullover
Benjamin Keßler, Studierender in Ingenieurpädagogik
B.Sc. und Mentor
5 Fragen an Benjamin Keßler

Warum Ingenieurpädagogik?

"Meine Motivation ist es, junge Menschen zu begleiten und ihnen was beibringen."

Benjamin hebt hervor, dass ihn die Vielfalt des Studiengangs begeistert – sowohl durch das interdisziplinäre Studium an drei Fakultäten als auch durch die vielseitigen Berufsperspektiven. Besonders motiviert ihn, junge Menschen zu begleiten und ihnen Wissen zu vermitteln.

Wie er zum Mentor wurde - und warum es ihm wichtig ist

"... es hilft jemanden [...] zu haben, der einen unterstützt."

Benjamin betont, dass das Mentoring als Seminar im Studium verankert ist und ihm besonders wichtig ist, weil er Freude daran hat, andere zu unterstützen. Gerade zu Studienbeginn sei es wertvoll, jemanden mit Erfahrung an der Seite zu haben, der Orientierung gibt und den Einstieg erleichtert. 

Was ihn Tag für Tag motiviert

"Im Grunde treibt mich die Sicht in die Zukunft an, was ich mal tun werde."

Benjamin erklärt, dass ihn seine Nebentätigkeit als Nachhilfelehrer ebenfalls motiviert, weil er dabei merkt, wie viel Freude ihm das Vermitteln von Wissen bereitet. Der Blick in die Zukunft und die Vorstellung, Studierende auf ihrem Weg zu unterstützen und ihnen einen gelungenen Start ins Studium zu ermöglichen, treiben ihn zusätzlich an. 

Sein Blick in die Zukunft

Benjamin blickt optimistisch in die Zukunft: In fünf Jahren sieht er sich am Ende seines Referendariats und am Beginn seiner Laufbahn als Berufsschullehrer. 

Wie er nach einem intensiven Studientag abschaltet

Zum Ausgleich nimmt sich Benjamin entweder bewusst Zeit für sich und hört Musik oder verbringt Momente mit Freunden – beides gibt ihm neue Energie.

Neugierig geworden? Dann schauen Sie bei unseren Gesichtern der Berufspädagogik vorbei und entdecken Sie weitere Interviews.

5 Fragen an Dr. Daniela Reimann

Unsere Interviewreihe "5 Fragen An" geht in die nächste Runde!

Dieses Mal stellen wir euch Dr. Daniela Reimann vor – eine unserer engagierten wissenschaftlichen Mitarbeitenden, die mit Leidenschaft Lehre, Forschung und kreative Bildungskompetenzen verbindet.

Frau mit langen lockigen dunklen Haaren als Portrait
Dr. Daniela Reimann
Wissenschaftliche Mitarbeitende
5 Fragen an Dr. Daniela Reimann

Was begeistert Sie an Ihrer Arbeit im Team der Berufspädagogik am meisten?

Bisher hat mich die Arbeit in unterschiedlichen Forschungsprojekten auf nationaler und internationaler Ebene begeistert, bei denen es schwerpunktmäßig um die Untersuchung digitaler Medien in gestaltungsorientierten Lehr-Lernprozessen ging. Die Verbindung von (Medien)theorie und Gestaltungspraxis ist dabei besonders spannend.

Außerdem macht die Arbeit mit Studierendengruppen unterschiedlicher Disziplinen Spaß, wenn es darum geht, wie sie die Digitalen Medien nutzen und für die schulische oder berufliche Praxis reflektieren.

Sie geben auch eigene Veranstaltungen – was ist Ihnen dabei besonders wichtig im Umgang mit Studierenden?

Die Studierenden kommen mit ganz unterschiedlichen Biografien, kulturellen Hintergründen und Interessen zu uns. Sie sollen in den Seminaren auch dazu angeregt werden, über den Tellerrand der Disziplinen hinausschauen und Medientechnologien differenziert erproben, um Technikverständnis auszubilden, ihre Wirkungen zielgerichtet einzusetzen und Nebenwirkungen einschätzen zu können. Dafür benötigen sie offene Lernsituation und Lernorte, an denen eine gestaltungsorientierte Erprobung und Reflexion gefördert werden kann.

Mit welchen Anliegen oder Fragen können sich Studierende typischerweise an Sie wenden?

Sie können sich bei Fragen zum Lehrangebot /Lehrplanung der Ingpäd.-Studiengänge aber auch bei Fragen zu möglichen Themen für Abschlussarbeiten im Bereich der digitalen Medien bei mir melden.

Was würden Sie neuen Studierenden raten, um gut in das Studium zu starten und die ersten Semester erfolgreich zu meistern?

Die Studierenden sollten zunächst einmal im Studium ankommen und sich nicht durch Leistungsanforderungen unter Druck setzen. Gerade am Anfang des Studiums ist es sinnvoll, Kontakte zu schließen und die Stadt und Umgebung von Karlsruhe zu erkunden. Das Studium ist nicht nur eine Qualifikationsphase, sondern auch eine Phase der Selbstreflexion und Selbstbildung, nach der Schule mit zunehmender Eigenständigkeit und Ablösung vom Elternhaus.

Wenn Sie an das Institut denken – was macht es für Sie besonders und warum lohnt es sich, hier zu studieren?

Die Atmosphäre ist familiär und man kennt die Studierenden, das kann gerade am Anfang ein großer Vorteil sein, um sich ins Studium einzufinden.

5 Fragen an unseren Studienbotschafter Yuhang Chen

Wie erlebt ein Studierender den Alltag an unserer Hochschule? Was motiviert ihn, Studium und Arbeit miteinander zu verbinden? Und welches persönliche Highlight hat ihn bisher besonders geprägt?

In einem kurzen Interview berichtet unser studentischer Mitarbeiter und Studienbotschafter von seinen Erfahrungen, seiner Motivation und seinen Tipps für zukünftige Studierende:

<Text wird generiert, bitte warten...>
Yuhang Chen, Studierender in Ingenieurpädagogik für Ingenieurinnen
und Ingenieure (M.Ed.) & Studienbotschafter
5 Fragen an Yuhang Chen:

1. Was hat dich dazu motiviert, dein Studium am KIT zu beginnen – und was gefällt dir besonders gut daran?

Ich wollte mein wissenschaftliches Wissen schon immer „ganzheitlich“ entwickeln. Nach meinem Bachelorstudium im Ingenieurwesen wollte ich daher ein Masterstudium wählen, das stärker sozialwissenschaftlich ausgerichtet ist. Das KIT bietet mit der Ingenieurpädagogik genau diese Möglichkeit: das Studium verbindet mein bisheriges Wissen mit neuen Perspektiven – das gefällt mir besonders gut. Karlsruhe ist zudem eine kompakte, grüne Stadt, die ich sehr mag.

2. Wie sieht ein typischer Tag bei dir als studentischer Mitarbeiter aus – und wie lässt sich das mit dem Studium vereinbaren?

Ich arbeite eher flexibel als studentische Hilfskraft. Meine Arbeitszeiten sind nicht festgelegt, ich bin dann da, wenn das Institut Unterstützung braucht. Meistens arbeite ich im Homeoffice – zum Beispiel recherchiere ich Materialien, helfe bei der Vorbereitung von Veranstaltungen für neue Studierende oder beantworte ihre Fragen direkt vor Ort.

3. Was bedeutet es für dich, Studienbotschafter zu sein, und warum hast du dich dafür entschieden?

Ich sehe die Studienbotschafter-Rolle als eine tolle Möglichkeit, unsere Studiengänge bekannter zu machen. Viele Schülerinnen und Schüler, die zwischen „Ich will Ingenieur werden“ und „Ich will Lehrer werden“ schwanken, wissen gar nicht vorher, dass unsere Studiengänge eine ideale Kombination aus beidem bieten. Durch meine Arbeit als Studienbotschafter kann ich direkt mit ihnen in Kontakt treten, unser Fach vorstellen und ihnen neue Perspektiven eröffnen.

4. Welche Tipps würdest du Studieninteressierten geben, die noch unsicher sind, was sie studieren oder wo sie anfangen sollen?

Ich würde sagen: Habt keine Angst, verschiedene Wege auszuprobieren. Es ist völlig normal, am Anfang unsicher zu sein. Wichtig ist, herauszufinden, was euch wirklich interessiert und was zu euch passt. Sprecht mit Studierenden, besucht Infoveranstaltungen, und sammelt echte Eindrücke. Manchmal entdeckt man erst unterwegs, welcher Studiengang wirklich der richtige ist – und genau das ist auch Teil des Lernprozesses.

5. Wenn du an deine bisherige Studienzeit zurückdenkst – was war dein bisheriges Highlight oder ein Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Mein bisheriges Highlight war mein Schulpraktikum. Es war eine echte Herausforderung, selbst Unterricht zu geben, aber gleichzeitig eine wertvolle Erfahrung. Ich habe dabei nicht nur viel über Schülerinnen und Schüler gelernt, sondern auch über Pädagogik – und über mich selbst.

Abschied und Neubeginn im Team der Berufspädagogik - 5 Fragen an Vanessa Greber

Nach über 20 Jahren Engagement verabschieden wir uns von Irina Werth, die das Herz unserer Verwaltung an der Professur für Berufspädagogik war. Mit ihrem Organisationstalent, ihrer Herzlichkeit und ihrem Einsatz hat Irina unser Team fachlich wie menschlich bereichert. Wir danken ihr von Herzen für die vielen Jahre der Unterstützung und Zusammenarbeit und wünschen ihr einen erfüllten, glücklichen Ruhestand voller schöner Momente und neuer Freiheiten.

Frau mit langen blonden Haaren in hellblauem Blazer, die selbstbewusst die Arme verschränkt.
Vanessa Greber - Neue Teamassistenz
für Verwaltung und Studienorganisatio
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Gleichzeitig freuen wir uns sehr, seit dem 15. Oktober 2025 in unserem Team begrüßen zu dürfen. Als Teamassistenz für Verwaltung und Studienorganisation bringt sie frische Energie und Tatkraft in unseren Universitätsalltag.

5 Fragen an Vanessa Greber

Was sind Ihre Hauptaufgaben im Team?

Ich unterstütze das Team der Berufspädagogik bei allen organisatorischen Abläufen - von der Studienbetreuung bis zur Koordination interner Prozesse. Alles drumherum, dass das Team den Fokus auf die wichtigen Aufgaben legen kann.

Was gefällt Ihnen an Ihrer neuen Rolle besonders?

Mir gefällt besonders, dass kein Tag wie der andere ist und ich einen guten Überblick über die vielfältigen Abläufe im Universitätsalltag bekomme und Kontakt zum Team wie auch zu den Studierenden habe.

Welche Erfahrungen bringen Sie mit?

Mit über 10 Jahren Berufserfahrung habe ich fundierte Kenntnisse in Büro- und Verwaltungsaufgaben, bin IT-affin und habe mich stets weiterentwickelt.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

In meiner Freizeit backe ich gerne, probiere kreative Projekte aus und interessiere mich für Sport - sowohl aktiv als auch als Zuschauerin.

Haben Sie ein Motto oder einen Leitsatz für die Arbeit?

Ein Lächeln verbindet - und macht die Arbeit leichter.

Wir heißen Vanessa herzlich willkommen und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit – und noch einmal ein großes Dankeschön an Irina für ihre langjährige, wertvolle Unterstützung!