
Name: Maria Karrer
Abschluss: Ingenieurpädagogik B. Sc. und M. Sc., Fachrichtung Metalltechnik und 2. Fach Metalltechnik Vertiefungsrichtung Produktions- & Fahrzeugtechnik
Abschlussjahr: 2022
Aktuelle Position: Gruppenleiterin Studierende und Referentin im Bildungszentrum
Arbeitgeber: Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH
Warum hast du dich für das Studium der Ingenieurpädagogik entschieden?
Aus einer Faszination für Traktoren wuchs auch im Technischen Gymnasium eine Begeisterung für Technik und allem, was dazu gehört. Da ich als Jugendleiterin aktiv war und mein Wissen gerne teilte kam die Idee Lehrerin zu werden. …zum Beispiel an Beruflichen Schulen. Allerdings haben meine Lehrer am beruflichen Gymnasium davon abgeraten direkt ins Lehramt einzusteigen. Zitat: „Mach lieber Maschinenbau und werde erstmal was Richtiges – danach kannst du immer noch in die Schule zurück“.
Also entschloss ich mich erst mal klassisch Maschinenbau zu studieren. Da ich aber gerne und viel mit Menschen arbeite, habe ich schon im 2. Semester Maschinenbau gemerkt: hier fehlt was.
Eine kleine Sinnkrise später habe ich festgestellt, dass ich ja am KIT den perfekten Studiengang studieren könnte: Ingenieurpädagogik.
Der Maschinenbau bleibt zentral – aber die Berufspädagogik erlaubt es mir mich mit Menschen zu befassen, Lehren & Lernen zu Lernen und eröffnet neue Berufliche Perspektiven abseits des Maschinenbaus.
Aus einem „ich könnte ja“ wurde dann: „Ich mach das!“. Den Studiengangwechsel habe ich nie bereut und würde es auch immer wieder so machen.
Was hat dir am Studium besonders gefallen oder ist dir in Erinnerung geblieben?
Schon in der ersten Vorlesung in der Berufspädagogik wusste ich: hier gehöre ich dazu. Die Kommilitonen haben mich als „Neue“ erkannt und direkt angesprochen. Ich wurde in WhatsApp-Gruppen eingeladen – zum Kaffeetrinken und direkt auch als Sitznachbarin für die nächste Vorlesung angefragt.
Nach wenigen Wochen kannte ich die Dozenten, hatte eine feste Lern- und Freundesgruppe und war angekommen…und nicht mehr „Neu“ sondern Inventar. 😉
Der Zusammenhalt unter den Studierenden, die Hilfsbereitschaft und die Offenheit auch seitens der Dozenten ist wirklich groß. Viele Freundschaften bestehen bis heute.
Aus fachlicher Sicht war für mich die Vielfalt der Inhalte aber auch die Vielfalt der Lehrveranstaltungen wichtig und etwas, was ich sehr schätze. Ich habe meinen Stundenplan selbst zusammengestellt und bin montags von einer Vorlesung mit 700 Leuten in ein Seminar gewechselt, in dem wir zu 8. diskutiert haben. Wir sind und waren eine eingeschworene Gemeinschaft im Studiengang.
Wie verlief dein Einstieg ins Berufsleben nach dem Studium?
So wie man es sich erträumt. 😉 Mit meinem Liebherr-Kugelschreiber in der Hand suchte ich nach Praktika. Ich wollte unbedingt nicht nur die Schule kennen lernen, sondern auch einen Betrieb. Auf der Karrierewebsite fand ich eine Stellenausschreibung von Liebherr-Aerospace die mich und meine Fähigkeiten beschrieben hat. Faszination und Fachwissen im Maschinenbau für Nachhilfe bei Auszubildenden – aber auch Kreativität, Aufgeschlossenheit und strategisches Vorgehen um Ausbildungs- und Studienrecruiting voranzutreiben.
Ich habe mich beworben – mein Praktikum absolviert (geliebt) und bin nach einer Masterarbeit direkt geblieben.
"Hätte ich nie eine Vorlesung über die Hydrauliksysteme von Baggern gehört - würde ich heute nicht in der Luftfahrt arbeiten."
- Maria Karrer
Was genau machst du heute beruflich?
Welche Inhalte oder Kompetenzen aus dem Studium helfen dir heute besonders?
Außerdem kann ich über die Technik schnell Anknüpfungspunkte in Abteilungen und Bereiche finden, die mit mir das Studium bei Liebherr gestalten.
