Berufliche Bildung und gesellschaftliche Teilhabe – Christian Steib in „Das Parlament“

<Text wird generiert, bitte warten...>In der Ausgabe vom 25. Juli 2026 zum Schwerpunkt „Zukunft des Sozialstaats“ widmet sich die Wochenzeitung Das Parlament des Deutschen Bundestages auch der Bedeutung beruflicher Bildung für gesellschaftliche Teilhabe und soziale Integration. Als Berufsbildungsforscher wurde hierzu PD Dr. habil. Christian Steib, Vertreter der Professur für Berufspädagogik am KIT, befragt.

Im Beitrag „Mehr als nur Fachkräftesicherung“ erläutert Steib, warum berufliche Bildung weit über die Sicherung des Fachkräftebedarfs hinausreicht. Sie eröffnet jungen Menschen nicht nur berufliche Perspektiven, sondern ist zugleich eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Integration, soziale Teilhabe und Wertschätzung. Berufliche Bildung zu stärken, sei daher eine grundlegende Aufgabe des Sozialstaates.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Übergang junger Menschen von der Schule in Ausbildung und Beruf. Steib verweist auf strukturelle Schwächen des sogenannten Übergangssystems, das sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Bildungsgänge und Maßnahmen zusammensetzt. Er plädiert unter anderem für eine Ausbildungsgarantie nach österreichischem Vorbild, um jungen Menschen, die keinen betrieblichen Ausbildungsplatz finden, eine verlässliche Perspektive auf einen Berufsabschluss zu eröffnen. Auch der Ausbildungsmarkt selbst steht vor Herausforderungen: Immer<Text wird generiert, bitte warten...> weniger Betriebe bilden aus, während gleichzeitig Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben und junge Menschen keinen Ausbildungsplatz finden. Steib betont vor diesem Hintergrund die gemeinsame Verantwortung von Wirtschaft und Staat für ein ausreichendes Ausbildungsangebot. Darüber hinaus hebt er die Bedeutung einer frühzeitigen Berufsorientierung und einer stärkeren Präsenz entsprechender Angebote an Schulen hervor. Wer den Sozialstaat langfristig stabilisieren und gesellschaftliche Teilhabe sichern wolle, müsse stärker in berufliche Bildung investieren – nicht erst dann, wenn der Übergang in den Arbeitsmarkt bereits gescheitert ist.

Der Beitrag „Mehr als nur Fachkräftesicherung“ ist in Das Parlament, Nr. 31–32 vom 25. Juli 2026, S. 13, erschienen.